Donnerstag, 19. Mai 2016

El condor pasa

Mit meinem Mini-Höllenritt die ruta de la muerta hinunter, endete auch das Abenteuer Bolivien und ich hoppte retour nach Peru. Wie so üblich mit einem Bus, wie gewohnt in einer ellenlangen Fahrt. Ziel: Arequipa im Südwesten. Von dort aus wollte ich auf die Suche nach dem Tier gehen, welches ich schon auf dem ganzen Trip wie wild zu erspähen erhoffe: der grösste (flugfähige) Vogel überhaupt, 3m Flügelspannweite - und Hühnerfüsse. Gestatten, der Kondor.

Der heilige Vogel der Inkas macht sich rar diese Tage und so hoffte ich auf die Versprechungen der Tourflyer, dass es im Valle Colca regelmässig Sichtungen am cruz del condor Aussichtspunkt gibt. Dafür tat ich fast alles, sogar lokale folkloristische Tänze mitzelebrieren...

Und: es hat genützt. Und wie! Nicht einen, nicht zwei, nein, etwa 15 Kondore sahen wir an diesem Tag mayestätidch in der warmen Steigluft gleiten und den Klippen des Colca Canyon (übrigens der zweittiefste Canyon der Welt, VOR dem Grand Canyon) entlangfliegen. Und landen. Und wieder starten. Junge und ältere Tiere, kleinere Exemplare und ein oder zwei Riesenviecher. Alles in einem Umkreis von 5 bis 50 Metern vor der staunenden Tourischar entfernt! Wieder ein rares, geglücktes Wildlifeexperience sondergleichen. Jetzt fehlt nur noch der Jaguar!

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