Freitag, 25. März 2016

Farbenfrohes Valparaíso!

Die Zeit verfliegt so schnell auf Reisen, so dass das bereits Erlebte in unglaublich kurzer Zeit bereits wieder in die Vergangenheit rückt, um neuen Erlebnissen Platz zu machen. Verarbeiten kann man diese Eindrücke während einer Reise meist gar nicht richtig und erst zurück im Alltag erinnert sich der Geist wieder an die unglaubliche Vielfalt und die begeisternden Abenteuer, die man erlebt hat...

Um trotzdem der Fülle an Erlebtem Gerecht zu werden, schreibe ich u.a. diesen Blog. Und ab und zu legen wir auch eine Verschnaufpause ein, um ein paar Tage einfach nur zu geniessen und wenig zu tun. Eine solche Pause legten wir in Valparaíso ein. Die Stadt an der Pazifikküste lud schon Dichter wie Pablo Neruda zum Verweilen und Schwärmen ein. Hier verbrachten wir ein paar Tage mit entspanntem Sein (= sehr gutes Essen, viel Wein, Entspannen und ein bisschen Sightseeing). Und wie ihr unschwer auf den folgenden Bildern seeb könnt, lohnt sich ein Spaziergang auf den diversen Hügeln und Gassen dieser Stadt enorm! Fast alle Häuser im kolonialen Altstadtbezirk zeichnen sich durch farbenfrohe und perfekte Graffitis und Murals aus: Street Art vom Feinsten!

Da hat ein Malergeschaeft viele Farbtoene verkauft

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Fuer die Faulen, jedem Huegel seinen ascensor

Happy ja, aber das weisse Auto haette nicht hier parkieren sollen



Die Waende sind auch bequem zum Anlehnen!


Und ja, wer nun das Gefühl hat, die Bilder erinnern einem etwas an Lissabon - mir geht es gleich! Eine tolle Stadt! Nun geht's wieder in die Natur - bald mehr hier!


Mittwoch, 23. März 2016

Auf dem aktivsten Vulkan Chiles

Wie besteigt man einen aktiven Vulkan? Naja, am besten, ohne abzurutschen. Und möglichst schnell! Hier sehr ihr eine kurze Bildergeschichte zu unserem Hike in Pucón, Chile. Rauf gehts zum Volcán Villarica.

Wikipedia meint: 
    Villarrica ist ein 2840 m hoher aktiver Vulkan in Chile, der an der Grenze der Regionen Araucanía und Los Ríos liegt. Nördlich des Vulkans befinden sich die Stadt Pucón und der See Lago Villarrica.Wikipedia
    Höhe: 2'847 m
    Letzte Eruption: 3. März 2015
    Bergkette: Anden

    Schön!

    Sonnenaufgang bei der gefühlt 80-jährigen österreichischen Gondelbahn, die uns tolle 400 Meter nach oben bringt

    Zerstörte Station von der letzten Eruption 2015

    Shadowplay

    Total geschützt und geblendet

    Ab in den Schnee

    Mit Aussicht

    Mit etwas weniger Aussicht

    Die Schneefelder hinter uns, mit dem Blick nach unten

    Klettern!

    Oben!

    Schwefeldampf über dem Krater, leider ohne Lava

    Nochmals der Krater

    Was für ein Ausblick!

    3 Stunden haben wir für den Aufstieg benötigt! Zum Glück bestand der grösste Teil des Abstiegs aus Schneerutschen, rudimentäres Schlitteln auf dem A*sch! Sauglatt und schnell :)

    Die nächste Hike-Story gibts dann erst wieder aus Peru, versprochen!

Dienstag, 15. März 2016

Unsere letzten Tage in Argentinien

Wo bin ich stehen geblieben? Genau, unsere Busfahrt nach El Chaltén.
Um euch mal einen Mini-Eindruck zu geben, wies hier zwischen den Städtchen aussieht, hier:

Kodak-Wölkli und viel Gebüsch

Karges Land, kaum Vegetation und unendliche Weiten. Für hunderte km! Kaum vorstellbar, wenn mans nicht selbst sieht.
Zum Glück gibt es hier aber auch viele Berge und Gletscher, die diese Pampa aufgrünen. Zum Beispiel rund um das Felsmassiv Fitz Roy, das wir zur Abwechslung mal wieder bewandert haben. Dieses Mal aber ohne Campen und in zwei Tagesausflügen. Und da unsere Muskeln schon gut aufgewärmt waren, erledigten wir diese Aufgabe auch ohne totale Erschöpfungserscheinungen. Besser, um die grandiose Landschaft zu geniessen!

Fitz Roy. Oder wenn das Kodak-Wölkli das Foto eben nicht stört

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Aber jetzt ist auch genug mit Wandern (für den Moment). In einer 1-Tages Busfahrt legten wir gut 1'400 km zurück und erreichten nun das nördliche Ende von Patagonien, Bariloche.

Die argentinische Route 66

Diese 7-Seen Landschaft erinnert relativ stark an die Schweiz, nicht nur, da es das grösste Skigebiet von Südamerika ist, sondern weil viele deutsche und Schweizer Auswanderer sich hier niedergelassen haben und Orte wie Colonia Suiza in den Boden gestampft haben. 

Nicht das Berner Oberland, sondern Bariloche. Und ja: auch Bernhardiner laufen hier rum...

Wir entschieden uns für eine Mountainbike-Tour als effizientestes Mittel, den Park zu erkunden und so cruisten wir die Hügel hoch und wieder runter und sahen dabei folgende Landschaft.





 Die müden Knochen ruhten wir dann auf der atemberaubenden Terrasse unseres Hostels aus :) 



Nun ist die Zeit gekommen, Argentinien ciao zu sagen und definitiv über die Grenze zu gehen. Chile wartet. Wir nehmen nur das Beste mit aus Argentinien! Viele Abenteuer, guter Wein und viiiiel Bier, neue Freunde und eine einzigartige, unwirkliche Landschaft. Bin gespannt, was uns Chile alles mitgeben wird!

¡Hasta luego!

Donnerstag, 10. März 2016

Whisky on ice

Nachdem wir unsere geschundenen Körper einen Tag erholt hatten, gings bereits weiter in Richtung El Calafate und damit zurück nach Argentinien. Border-hopping ist hier ziemlich einfach und die Busfirmen machen es einem leicht. Aber das ist halt so, wenn der gesamte Backpacker-Tross die gleiche Route wählt (einziger Unterschied: entweder nach Norden reisen oder in den Süden). Nach Ushuaia und Torres del Paine also El Calafate, immer noch sehr weit im Süden dieses Kontinents. 

Was zeichnet El Calafate aus? Nun, einfach. Das Dorf hat den wohl spektakulärsten Gletscher vor der Haustüre. Perito Moreno heisst er und ist im Vergleich zu unseren schrumpfenden Gletschern sogar leicht am wachsen. Und weil es in den Anden oben immer schön auf das Eis schneit, züngelt sich der Gletscher immer ein bisschen weiter in seinen eigenen See hinein - und beicht dabei relativ häufig grosse Eisschollen ab. 

Klar, mussten wir dies sehen! Und auch klar, wollten wir auf den Gletscher rauf. Gesagt, getan. Mit einer Tour durften wir für gut 90 Minuten eine Gletscherwanderung unternehmen. Dabei kamen wir uns vor wie auf einem anderen Planeten. Diese Eismassen, Gletscherspalten und Moränen sind unglaublich spektakulär und beeindruckend. Alles um dich ist Eis und Wasser, weiss oder bläulich schimmernd in der Sonne. Ein einzigartiges Naturschauspiel, ein ganz grosses Highlight bisher!

Hier ein paar Eindrücke:

Hier sieht er noch klein aus...


4 Tage später bricht eines dieser häusergrossen Eisbrocken ab und badet seither im Lago (business as usual)







Cheers! Qualitätswhisky mit 100'000 Jahre altem Eis (Frisur hält leider nicht!)




Oooooooooooohhhhhh, Schnee!

Next Stop: El Chaltén. Dort wird wieder gewandert!

Montag, 7. März 2016

Into the Wild

Hallo zusammen

Nachdem wir einige Tage am Ende der Welt verbracht haben, wollten wir uns nun auch von der Zivilisation verabschieden. Zumindest für einige Tage. Mehr als eine Woche wifi-los geht dann doch nicht...

Auf der chilenischen Seite von Patagonien liessen wir uns in Puerto Natales nieder, um uns einen 5-tägigen Campingtrek im Nationalpark Torres del Paine vorzubereiten. Heisst: Campinggear mieten und zum letzten Mal heiss essen und duschen (Spoiler: so  gestunken haben wir dann doch nicht, es gab sogar Warmwasserduschen. Zumindest im letzten Camp...)

Einrücken ins Militär, inklusive Schweizer Sackmesser


Die bei allen Wanderern beliebteste Strecke formt ein W und ist in gut 4 Tagen bewanderbar. Zum Glück sind wir gut in Form und mussten unsere 20kg- Rucksäcke "nur" an 2 Tagen herumschleppen. Die restlichen Hikes waren gut in einem Tag hin und zurück machbar. Trotzdem war dies dann immer noch 8 Stunden wandern mit gut 1000 Höhenmetern pro Tag. Die Füsse waren also dementsprechend bedient und der Körper erschöpft.

A Room with a View

Auch Bumann hätte es nicht besser machen können


Aber wenn man am Abend bei gemütlichem Tetra-Pak Wein und selbstgemachtem chili sin carne in der Runde sitzt und die sternenklare Nacht (sogar die Milchstrasse war vom Auge aus zu sehen!) die Kälte bringt, dann stört auch der viel zu dünne Schlafsack und das kleine Zelt nicht und man fällt schnell in einen tiefen Schlaf. Für 2 Stunden. Danach sind dann die Zehen doch zu kalt und machen sich bemerkbar.

Wer braucht schon einen Jahrgänger, wenn man dafür aus solchen Designer-Tassen trinken darf?


Aber genug der technischen Details, hier sind einige Eindrücke unserer Tage in der Wildnis. Kurzum: Es war wunderschön, wenn auch sehr anstrengend. Zurück in der Zivilisation gabs dann erstmals ein grosses Steak (nach der Dusche in frischen Kleidern, sonst hätten sie uns wohl nicht reingelassen ;) )