Dienstag, 31. Mai 2016

Huacachina, oder: Mitten in der Wüste

Wie schnell sich die Landschaft ändern kann! Zuerst noch im Andenhochgebirge, plötzlich inmitten von Sanddünen, so weit das Auge reicht.

So geschehen auf dem Weg von Arequipa nach Huacachina, gut 500km voneinander entfernt (aber eben auch gut 2'000 Höhenmeter). In der einzigen Oase Südamerikas hats gut 400 Einwohner, 2 Hostels und 5 Dunebuggy-Agenturen - und eben ein bisschen Wasser.

Hervorragender Ausgangspunkt für Sandboarding und eben Sanddünenfahren mit einem Buggy. Gesagt, getan: 

Hier ein kurzer Clip direkt aus dem Buggy (Hochladequalität leider mässig): https://youtu.be/7DWCYmzIvpI



Wenn ihr wissen wollt, wie das Ganze in bewegten Bildern aussieht, gibts hier einen guten Eindruck: https://youtu.be/MclezghYi4s
Genau so sahs auch bei mir aus in jeder Einstellung ;)

Donnerstag, 19. Mai 2016

El condor pasa

Mit meinem Mini-Höllenritt die ruta de la muerta hinunter, endete auch das Abenteuer Bolivien und ich hoppte retour nach Peru. Wie so üblich mit einem Bus, wie gewohnt in einer ellenlangen Fahrt. Ziel: Arequipa im Südwesten. Von dort aus wollte ich auf die Suche nach dem Tier gehen, welches ich schon auf dem ganzen Trip wie wild zu erspähen erhoffe: der grösste (flugfähige) Vogel überhaupt, 3m Flügelspannweite - und Hühnerfüsse. Gestatten, der Kondor.

Der heilige Vogel der Inkas macht sich rar diese Tage und so hoffte ich auf die Versprechungen der Tourflyer, dass es im Valle Colca regelmässig Sichtungen am cruz del condor Aussichtspunkt gibt. Dafür tat ich fast alles, sogar lokale folkloristische Tänze mitzelebrieren...

Und: es hat genützt. Und wie! Nicht einen, nicht zwei, nein, etwa 15 Kondore sahen wir an diesem Tag mayestätidch in der warmen Steigluft gleiten und den Klippen des Colca Canyon (übrigens der zweittiefste Canyon der Welt, VOR dem Grand Canyon) entlangfliegen. Und landen. Und wieder starten. Junge und ältere Tiere, kleinere Exemplare und ein oder zwei Riesenviecher. Alles in einem Umkreis von 5 bis 50 Metern vor der staunenden Tourischar entfernt! Wieder ein rares, geglücktes Wildlifeexperience sondergleichen. Jetzt fehlt nur noch der Jaguar!

Sonntag, 15. Mai 2016

I survived the Death Road

Nach Ralphs Demission auf unserer Südamerika-Expedition, wollte ich mich mit dem gefährlichsten Abenteuer überhaupt im harten Backpacker-Dschungel beweisen! Mountainbiken auf der gefährlichsten Strasse der Welt. Vielleicht finde ich ja dadurch einen neuen Travelbuddy....

Quatsch mit Sauce! ;) Nix da mit Reisekoller oder gefährlicher Mutprobe. Obwohl ab und zu immer noch Leute auf der Yungas-Road (der offizielle Name der Death Road) umkommen, haben die Adventureanbieter vorgesorgt und statten die Touris (grösstenteils) mit Topmaterial aus! Unser Anbieter Altitudeadventured tat das auf jeden Fall und so düsten wir von 4'700 auf gut 1'800 Meter runter! Was für ein Spass!

Wenn man die Strasse nüchtern betrachtet, ist sie schon relativ riskant. Aber für uns Schweizer Bergler wäre dies auch nicht mehr als eine enge, nicht planierte Passstrasse. Mit dem Bike ist es vor allem eine tolle Piste vorbei an Klippen und scharfen Rechtskurven, unter Wasserfällen hindurch und über Stock und viel Stein.

Unten angekommen, hätte ich die ganze Fahrt sofort nochmals in Angriff genommen!

Montag, 9. Mai 2016

Hinein in den Dschungel

Zum Abschluss unserer gemeinsamen Reise (bzw. Reiseabschnitts, für beide geht es ja weiter) wollten Ralph und ich den bolivianischen Dschungel erkunden. Mit Insect Repellent und Sonnencreme bewaffnet machten wir uns also auf in Richtung Rurrenabaque, sozusagen Final Frontier vorm Dickicht. Weil die Strecke auch neue Death Road (dazu dann in einem späteren Beitrag) genannt wird und die Busfahrt wegen den schlechten Strassen 16h in Anspruch genommen hätte, nahmen wir den luxuriösen Streamliner von Amaszonas. Jeder ein Fensterplatz, Blick ins Cockpit, dafür nur verschwommen aus den Plastikfenstern auf die Propeller, die in der Höhenluft bei leichtem Regen wie wild drehen - Ja, war auch froh, als wir wieder gelandet sind.

Innerhalb von 40 Minuten hat sich das Land komplett verändert. Von dem kalten Andengebirge in den grössten Regenwald der Welt, dort wo irgendwo der Ur-Amazonas entspringt. Wir entschlossen uns für eine 3-Tagestour per Boot. Basis war jeweils unsere Dschungellodge am Fluss, mitten im Urwald. Ja und was kreucht und fleucht da alles so? Anaconda, Kaiman, 4 Affenarten, Caipibaras, Faultiere, Piranhas, Tukane, Papagaien, 100te Vögel aller Farben und Grössen - und Flussdelfine. Und ja, haben wir alles gesehen! Aus nächster Nähe! Glaubt ihr nicht? Voilà.

Alles in allem ein hervorragender Abschluss unserer Reise, gemütlich Bötlen, viel Wildlife,guter Food und vor allem keine Höhenluft - Herz was willst du mehr!

Donnerstag, 5. Mai 2016

Raus aus der Höh(l)enluft

Nach beinahe einem Monat auf konstant mehr als 2'800 Metern über Meer war die Zeit gekommen, wieder etwas mehr Sauerstoff einzuatmen. Dies gelang uns in Sucre, der konstitutionellen Hauptstadt von Bolivien - und zu unser grossen Ünerraschung ein Bijou von einer kleinen Stadt. Hier ein paar Impressionen unseres Aufenthalts. Wir hätten auch noch ein paar Tage länger bleiben können...