Mittwoch, 27. April 2016

Endlos weisse Weiten

Die bisherig vorherrschenden Farben meines Trips waren Blau (das ewig schöne Wetter, das Meer in Uruguay, mein Boca Juniors Jersey), Grün (Machu Picchus Berglandschaft, die Iguazu Fälle, "unser" St.Patricks Day in Valparaíso) oder Rot (div. Sonnenbrand oder im besten Fall die Farbe des Steaks). Nun gesellt sich auch Weiss in den erlauchten Kreis.* Dank der Salzwüste in Uyuni.

Wir buchten einen 3-Tagestrip, um die Vielfalt dieser Wüste kennenzulernen und wurden nicht enttäuscht: Am ersten Tag unseres Ausflugs ab Uyuni stand der Salzebene auf dem Programm: 100e Kilometer pures, weisses Salz. 15 Meter tief an den dicksten Stellen. Unendlich erscheinend. Einmalig!

Mit einem Jeep kurvten wir den Tag lang rum, übten uns in Perspektivfotos (verflixt schwierig und nur mit Tiefenschärfe-Kameras wirklich zu erreichen! Das erste Mal, bei dem mein iPhone leider seine Grenzen aufgezeigt bekommt...) und bestaunten das pure Weiss! 








Woher kommt das Salz? Wikipedia lehrt: 
Der Salar de Uyuni (auch Salar de Tunupa) in Bolivien ist mit mehr als 10.000 Quadratkilometern die größte Salzpfanne der Erde. Die Salzkruste wurde vor über 10.000 Jahren durch das Austrocknen des Paläosees Tauca gebildet.[3][4]

Neben dem Speisesalzabbau (ja, ein Döschen Uyuni-Salz ist mit auf dem Weg nach Hause) beherbergt die Fläche auch gewaltige Lithiumvorkommen, ein gefundener Rohstoffort also für Bolivien. Hoffenwir mal, dass dadurch dieses einzigartige Stückchen Erde nicht gefährdet ist!


...und mitten auf der Salzfläche hats ein Inselchen mit gefühlt 10'000 Kakteen. Einfach so.


Sonst sind solche Sonnenuntergänge wohl nicht mehr möglich...





PS: googelt Uyuni und Spiegel mal und sieht, was passiert, wenn Regenzeit ist (die bei unserem Besuch gerade vorbei war und kein Wasser mehr vorhanden war)

Am zweiten und dritten Tag cruisten wir dann in der nahe gelegenen Steinwüste herum und sahen somit viiiiiiele Gesteinsformationen und Lagunen in mannigfaltigen Farben und Formen. Und Flamingos. Hier einige Impressionen.

Arbol de Piedras (Steinbaum). Danke Erosion!


Geysire auf 5'000m ü.M.


Laguna colorada. Rostrot. Danke, Mineralien. Oder Algen. Mit Flamingo-Babys im Vordergrund.



Das ganze Gebiet befindet sich sozusagen auf der anderen Seite von San Pedro de Atacama und gleicht dem chilenischen Pendant in Schönheit und Form (den Post bin ich euch ja noch schuldig. Er wird deshalb demnächst als Bildstrecke nachgeliefert).

* korrekterweise ist Weiss natürlich schon längst Bestandteil meiner Reise (Fitzroys Gipfel, Perito Moreno Gletscher, meine übliche Hautfarbe), aber lassen wir das jetzt mal dramaturgisch so wie beschrieben ;)

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